Aktuelles

Pflegekräfte im Arbeitsalltag mit immer mehr Gewalt konfrontiert

vom 12.07.2019

Pflegekräfte werden immer mehr mit verbalen sowie körperlichen Angriffen ihrer Patient*innen konfrontiert. Erst vor wenigen Wochen bedrohte in den Pfeifferschen Stiftungen Magdeburg ein Patient eine Krankenschwester nach Medikamentenmissbrauch mit einem Messer. Die Themen Deeskalation und Gewaltprävention rücken damit immer weiter in den Fokus. Das Anti-Gewalt-Training (AGT) Magdeburg der MAPP-Empowerment gGmbH setzt genau dort an.

„Mit unseren Deeskalations- und Anti-Gewalt-Trainings können wir die Handlungskompetenzen der Pflegekräfte sowie das subjektive Sicherheitsgefühl dieser deutlich erhöhen“, so Tim Marx, Gründer des AGT Magdeburg. „Vorbereitet zu sein und effektive Deeskalationsmethoden zur Hand zu haben, gibt dem pflegerischen und medizinischen Fachpersonal das, was es braucht, um eine so wichtige und wertvolle Arbeit wie ihre, zufrieden und mit Hingabe ausführen zu können.“

U.a. zeigt eine gemeinsame Untersuchung der Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) mit dem Hamburger Uni-Klinikum: 79,5 Prozent von fast 2000 befragten Pflegekräften in Bayern, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen gaben an, Ziel von Übergriffen von Patient*innen geworden zu sein. 94 Prozent berichteten von verbalen Attacken, 70 Prozent von körperlicher Gewalterfahrung. Auch der Pflegereport der AOK zeichnet ein ähnliches Bild. Darin berichteten 71 Prozent der Mitarbeiter*innen stationärer Einrichtungen von verbaler, 63 Prozent von körperlicher Gewalt und 12 Prozent von sexueller Belästigung. Rund ein Drittel der Pflegekräfte fühlen sich laut BGW Studie durch Übergriffe stark belastet.

Die MAPP-Empowerment gGmbH begegnet dieser enormen Herausforderung mit Deeskalationstrainings für u.a. pädagogische, psychologische, pflegerische und medizinische Fachkräfte und der Ausbildung von Anti-Gewalt-Trainer*innen. Das AGT wird seit 20 Jahren überdurchschnittlich erfolgreich eingesetzt und kann von den ausgebildeten Anti-Gewalt-Trainer*innen sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen und in ambulanten, stationären sowie präventiven Bereichen angewandt werden. Ziel dieser Trainings ist es, Handlungskompetenzen für Konflikt-, Gewalt- und Bedrohungssituationen zu erlangen. Dabei wird mit den Teilnehmenden praxisnah, konfrontativ und ressourcenorientiert gearbeitet.

Durch das modulare Konzept kann das Deeskalationstraining individuell an einzelne Zielgruppen und deren Bedürfnisse angepasst werden. Hauptinhalte sind das Aktivieren sozialer Kompetenzen, der Umgang mit Aggressions- und Gewaltpotential sowie das Trainieren von Frustrationstoleranz, Konfliktfähigkeit und Deeskalationsstratgien.

Mehr Informationen erhalten Sie hier: www.antigewalttraining-magdeburg.de.

« Zurück zur Artikelübersicht

ELTERN-AG

Von 2004 bis Juni 2018 haben wir mit 353 Trainer*innen 5.637 Eltern und 12.400 Kinder erreicht.