ELTERN-AG in der Presse 2011

Prof. Meinrad Armbruster und die ELTERN-AG bei den Verantwortlichen

Die Verantwortlichen Online vom 27.04.2011

Leistungsprinzip statt Erbhöfe

Als Kind musste Meinrad Armbruster hart dafür kämpfen, um es aufs Gymnasium zu schaffen. Heute tritt der Hochschulprofessor für mehr Chancengleichheit ein: mit der ELTERN-AG.

Als Kind aus einem Arbeiterhaushalt qualifizierte sich Meinrad Armbruster nur mit Mühe fürs Gymnasium. Auch später, in seiner Tätigkeit als Erziehungsberater, wurde dem Pädagogen immer wieder vor Augen geführt, wie prägend die kindlichen Lebensbedingungen für das Leistungsniveau von Heranwachsenden sind. Studien zeigen es regelmäßig: Die Chancen eines jungen Menschen, eine weiterführende Schule zu besuchen oder ein Studium aufzunehmen, hängen hierzulande stark von seiner sozialen Herkunft ab.

Diesem Zusammenhang wollte der heute 56-Jährige entgegenwirken: Im Jahr 2003 gründete er deshalb die ELTERN-AG. Das kostenfreie Angebot zielt auf werdende Eltern und Familien mit Kindern im Vorschulalter, speziell in schwierigen Lebenslagen. Rund 90 eigens dafür ausgebildete Mentoren vermitteln in wöchentlichen Treffen Grundlagen der Kindererziehung und Stressbewältigung. Zugleich fördern sie die Bildung von Nachbarschaftsnetzwerken und leisten somit Hilfe zur Selbsthilfe. Seit der Gründung des Programms wurden über 670 Eltern erreicht – und damit die Chancen von mehr als 1600 Mädchen und Jungen verbessert.

„Kinder, die in schwierigen familiären Verhältnissen aufwachsen, haben in Deutschland schlechte Karten – zuerst in der Schule, später im Beruf. Je früher im Leben dieser Kreislauf durchbrochen wird, umso besser.“

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