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MAPP-Empowerment engagiert sich bei Weiterbildung von Familienpaten - Erste 14 Zertifikate überreicht

Generalanzeiger vom 11.11.2009

Die ersten Familienpaten Sachsen-Anhalts können offiziell an den Start gehen. Insgesamt 14 Familienpaten – 13 Frauen und ein Mann - erhielten am 07.11.2009 in Magdeburg ihre Zertifikate. Darin wird ihnen die erfolgreiche Teilnahme an einer 76  Stunden umfassenden Weiterbildung an der Heimvolkshochschule Roncalli-Haus in Magdeburg  bescheinigt.

Das Sozialministerium finanzierte die Qualifizierung mit 20.000 Euro. Nunmehr werden die Familienpaten, die allesamt ehrenamtlich tätig sind, in der Regel bis zu zehn Stunden in der Woche für eine Familie mit Hilfebedarf aufbringen. Sie werden zumindest in der Anfangszeit von Fachkräften begleitet. Die Auswahl der zu betreuenden Familien erfolgt vor allem durch den Kinderschutzbund, das Netzwerk Leben und Freiwilligenagenturen.

Sozialministerin Dr. Gerlinde Kuppe erklärte anlässlich der Zertifikatsübergabe: „Mit den Familienpaten bauen wir unser Netz der frühen Hilfen für Familien aus. Die Ehrenamtlichen leisten Unterstützung bei der Bewältigung des Alltags. So können sie helfen, wenn Eltern mit ihren Kindern zum Arzt müssen oder bei schwierigen Gesprächen mit Behörden Unterstützung brauchen. Sie können die Familien auch beraten, wie sie die Freizeit mit ihren Kindern besser gestalten könnten. Manchmal hilft schon ein unverbindlicher Tipp und freundschaftlicher  Ratschlag. Oder es tut gut, dass einfach jemand zuhört.“ Kuppe betonte: „Familienpaten können und werden keine professionelle Hilfe ersetzen, wie sie beispielsweise notwendig ist, wenn Familien in schwierigeren auch psychologischen Situationen leben.“

Träger für das Familienpaten-Modell ist eine Kooperationsgemeinschaft, bestehend aus dem Deutschen Kinderschutzbund, der Stiftung Netzwerk Leben, der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiweilligenagenturen und der Magdeburger Akademie für praxisorientierte Psychologie.

Ein zweiter Qualifizierungskurs wird für das kommende Jahr geplant. Im Entwurf für den Landeshaushalt, der aktuell dem Parlament zur Beratung und Beschlussfassung vorliegt, sind dafür 20.000 Euro vorgesehen. Genaue Details zum zweiten Qualifizierungskurs werden voraussichtlich im Januar/Februar feststehen.

Quelle:
Ministerium für Gesundheit und Soziales
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