ELTERN-AG in der Presse 2004 bis 2010

Skalierung von Stiftungsprojekten: Clever investieren – Erfolgreich Programme verbreiten

Stiftung & Sponsoring / Rote Seiten Ausgabe 03/2010 vom 01.03.2010

Verbreitung von konkreten Programmen:

Gerade im Bereich des Social Franchise werden oft vollständige Programme weitergegeben, die vor der Verbreitung noch einmal für die Durchführung durch Partner optimiert und in Pilotprojekten getestet werden. Programme bestehen aus einem bestimmten Set von Methoden und mehr oder weniger präzisen Vorgaben für die konkrete Umsetzung, z.B. die Anzahl und Frequenz von Gruppentreffen, die Reihenfolge, in der bestimmte Elemente kombiniert wer- den müssen, oder die Qualifikation der Mitarbeitenden.

Die ELTERN-AG ist eine Elternschule für Eltern, die normalerweise keine solchen Kurse besuchen. Das Programm zeichnet sich durch seine niedrige Eintrittshürde und den Empowerment-Ansatz aus – die Eltern werden über 20 Wochen erfolgreich zur Teilnahme motiviert und in ihrem Wunsch bestärkt, ihren Kindern gute Eltern zu sein. Im Rahmen des Kurses werden vor allem die Stärken und vorhandenen Ressourcen hervorgehoben. Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der ELTERN-AG ist die annehmende, empowern- de Haltung der Mentoren, die deshalb umfassend geschult werden und ihren ersten ei- genen Kurs unter Supervision erfahrener Trainer durchführen.

Die Qualität der von den Partnern später selbstständig angebotenen !ELTERN-AGs wird regelmäßig evaluiert, um sicherzustellen, dass das Konzept jeweils in der aktuellsten Fassung und mit allen erfolgsrelevanten Elementen umge- setzt wird. Der Spielraum der Partner vor Ort wird dadurch nicht unerheblich eingeschränkt. Gleichzeitig garantiert die Teilnahme am Qualitätssicherungssystem der ELTERN-AG die hohe Akzeptanz und die nachhaltige Wirkung bei den Teilnehmern. Zudem helfen die rigorosen Qualitätsstan- dards bei der Gewinnung lokaler Finanzierungspartner, etwa des Jugendamts oder lokaler Sponsoren.

Eine große Schwierigkeit für die Initiatoren besteht darin, den verbreitungswürdigen und -fähigen Kern ihres Angebots zu identifizieren. Sie müssen sich dabei zumeist von einigen gewohnten und lieb gewonnenen Elementen trennen, die zwar traditionell einen Teil ihres Angebots bilden, für die erfolgreiche Replikation vor Ort aber mitunter nicht unbe- dingt erforderlich sind. Je schlanker das Programm jedoch geschnitten werden kann, umso größer ist die Chance einer erfolgreichen Verbreitung.

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