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Kinderarmut hängt stark von der Berufstätigkeit der Mütter ab

vom 27.06.2018

Laut der Studie erleben 32 Prozent der Paarfamilien dauerhaft oder wiederkehrend Armutslagen, wenn die Mütter erwerbslos sind. Bei alleinerziehenden Müttern liegt die Prozentzahl bei 96. Kinder in Familien, denen weniger als 60 Prozent des mittleren Haushaltsnettoeinkommens  zur Verfügung stehen oder die staatliche Grundsicherungsleistungen erhalten, definiert die Studie als „in Armut lebend“.

„Unabhängig von der Familiensituation dürfen Kinder nicht in Armut leben“, fordert Claudia Meussling, stellvertretende Geschäftsführerin der MAPP-Empowerment gGmbH. „Kinderarmut geht mit geringen Chancen auf soziale und kulturelle Teilhabe einher. Freizeitgestaltung, Hobbies und damit auch das Bilden von Freundschaften werden erschwert. Nicht finanziell abgesicherte Kinder fühlen sich weniger zugehörig zur Gesellschaft und lernen dieses Gefühl bereits in sehr jungen Jahren kennen. Alle Kinder haben das Recht auf gleiche Bildungs-, Teilhabe- und damit Lebenschancen.“

Die MAPP-Empowerment gGmbH arbeitet mit ihrem Präventionsprogramm ELTERN-AG bereits seit 2003 gegen soziale Ungleichheit, Ausgrenzung und Kinderarmut. Zahlreiche Eltern, darunter auch viele Alleinerziehende, hat das Unternehmen mit seinem niedrigschwelligen, ressourcenorientierten und empowermentbasierten Programm bisher erreicht.

„Tatsachen wie diesen, die die Studie aufzeigt, können wir entgegenwirken, indem wir es Müttern erleichtern, ihrem Beruf nachzugehen. Nicht nur in unserer täglichen Arbeit mit Eltern und pädagogischen Fachkräften, sondern auch als Arbeitgeber stehen wir vor dieser gesellschaftlichen Herausforderung. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie steht in unserem gemeinnützigen Unternehmen stark im Fokus. Dafür wurden wir 2014 mit dem ,Women are future award‘ in der Kategorie ,Female friendly company“ ausgezeichnet und sind sehr stolz darauf. Auch in Zukunft ist es unsere Mission, Eltern Hilfe zu Selbsthilfe zu geben, sie zu unterstützen und somit bessere Bildungs- und Lebenschancen für ihre Kinder zu schaffen“, berichtet Claudia Meussling.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier: www.bertelsmann-stiftung.de

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ELTERN-AG

Von 2004 bis Juni 2018 haben wir mit 353 Trainer*innen 5.637 Eltern und 12.400 Kinder erreicht.