Häufige Fragen für Trainer*innen

Allgemeine Fragen

Ich habe noch nie Gruppenarbeit gemacht – kann ich trotzdem Trainer*in einer ELTERN-AG werden?

Ja, in der Ausbildung zum*zur ELTERN-AG Trainer*in werden Sie mit Grundlagen und weiterführenden Elementen der sozialen Gruppenarbeit vertraut gemacht. Dabei wird intensiv auf die Besonderheiten der Gruppenarbeit mit Eltern in besonders belastenden Lebenslagen eingegangen. Im praktischen Ausbildungsteil können Sie die erworbenen Fähigkeiten anwenden und werden, je nach Bedarf, von uns unterstützt. 

Gibt es Begleitmaterial zur Ausbildung?

Während der Ausbildung erhalten Sie das Handbuch, in dem das Konzept der ELTERN-AG mit vielen praktischen Beispielen dargestellt wird. Außerdem befindet sich darin ein Methodenteil, der Sie in der Gruppenarbeit mit Eltern in besonders herausfordernden Lebenslagen unterstützen soll. Zusätzlich erhalten Sie von uns Materialien zur Elternwerbung und viele Vorlagen, welche Ihnen den Einstieg in die praktische Arbeit erleichtern.

Welche organisatorischen Voraussetzungen benötige ich, um eine ELTERN-AG anbieten zu können?

Die Unterstützung durch einen Träger ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Trainer*innen-Schulung und die Durchführung von ELTERN-AGs. Der Träger übernimmt als starker Partner an Ihrer Seite zum Beispiel administrative Aufgaben, unterstützt Sie bei der Gewinnung von ELTERN-AG-Teilnehmer*innen und wirbt finanzielle Mittel zur Sicherstellung Ihrer Ausbildung und der Durchführung von ELTERN-AG-Kursen ein. 

Fragen zur Ausbildung

Welche Qualifikation benötige ich, um zur Ausbildung zugelassen zu werden?

Sie benötigen eine pädagogische oder psychologische Vorbildung und verfügen im Idealfall über mehrjährige Berufserfahrung im Sozialbereich. Weitere Voraussetzungen finden Sie hier. Sollten Sie als Ehrenamtliche*r oder Quereinsteiger*in in den Sozialbereich ebenfalls über die geforderten Kenntnisse verfügen, können Sie einen Antrag auf Sonderregelung stellen, der von der MAPP geprüft wird.

Sind Sie unsicher, ob Sie die vorgegebenen Kriterien erfüllen, können Sie jederzeit mit uns in Kontakt treten – in einem persönlichen Gespräch beraten wir Sie sehr gern zu den Zugangsvoraussetzungen.

Ich habe keine*n Trainer-Partner*in, kann ich die Ausbildung auch allein durchführen? 

Eine ELTERN-AG wird immer durch zwei zertifizierte Trainer*innen organisiert und begleitet. Falls Sie noch keine*n Partner*in haben, beraten und unterstützen wir Sie bei der Suche. Falls es bereits zertifizierte Trainer*innen in Ihrer Region gibt, stellen wir gern Kontakt her.

Welchen Abschluss erhalte ich?

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie das Zertifkat als „Trainer*in für Empowerment in der frühen Bildung und Erziehung“. Neben der Möglichkeit, eigenständig ELTERN-AGs durchführen zu können, erwerben Sie viele Kompetenzen, die Sie in anderen Tätigkeitsbereichen einsetzen können. 

Wie lange dauert die Ausbildung?

In der Regel dauert die Ausbildung neun bis zwölf Monate. Da die individuellen Rahmenbedingungen für einzelne Teilnehmer*innen sehr unterschiedlich sein können, bieten wir Ihnen eine flexible Anpassung des praktischen Ausbildungsteils und eine kostenfreie Verlängerung der Gesamtausbildung auf bis zu 20 Monate.

Welche Zertifkatsbedingungen gibt es?

Um das Zertifikat zu erhalten, ist die Teilnahme an allen drei Ausbildungsblöcken und den dazugehörigen Supervisionsterminen verpflichtend. Der Erhalt des Zertifikats orientiert sich außerdem am praktischen Ausbildungsteil. Sie sollten eine ELTERN-AG mit allen wichtigen Kernelementen und einer vorgegebenen Durchschnittsteilnehmerzahl durchführen.

Fragen zur Durchführung der ELTERN-AG

Kann ich die ELTERN-AG auch allein durchführen?

Nein, um eine ELTERN-AG durchzuführen, werden immer zwei Trainer*innen benötigt.

Wo kann ich die ELTERN-AG anbieten?

Die ELTERN-AG wird immer am Wohn- bzw. Arbeitsort der Trainer*innen angeboten. Die Räumlichkeiten sollten einladend, freundlich und sozialraumorientiert sein. Der Raum sollte genug Platz bieten, sodass sich zehn bis 15 Personen gut in ihm bewegen können.

An welche Eltern richtet sich das Angebot konkret?

Die ELTERN-AG ist ein Programm, welches speziell für Familien in besonders belastenden Lebenslagen mit Kindern vom Säuglingsalter bis zur Einschulung des jüngsten Kindes entwickelt wurde. Als belastende Lebenssituationen gelten beispielsweise Alleinerziehendenstatus, Arbeitslosigkeit, Minderjährigkeit bei der Geburt des Kindes oder fehlender Schulabschluss. Voraussetzung für die Teilnahme an einer ELTERN-AG ist, dass den Eltern durch diese Lebensbedingungen die gesamtgesellschaftliche Teilhabe erschwert wird.  

Wie werde ich als zertifizierte*r Trainer*in betreut?

Als zertifizierte*r Trainer*in haben Sie die Möglichkeit, in jedem Jahr aus mehreren Fortbildungen zum Thema ELTERN-AG zu wählen. Die angebotenen Fortbildungen sind durch Nachfrage seitens der Trainer*innen während der Ausbildung entstanden und bieten Ihnen die Möglichkeit, sich intensiv mit Inhalten zu beschäftigen, die auf Ihre Arbeit in der ELTERN-AG zugeschnitten sind.

Zusätzlich sorgen wir dafür, dass Ihre Materialien stets auf dem aktuellen Stand sind und halten Sie über Weiterentwicklungen der ELTERN-AG auf dem Laufenden. 

Des Weiteren werden Sie individuell durch Ihre persönliche Ansprechpartnerin aus dem Schulungsteam der MAPP betreut. Diese vermittelt Ihnen auch gern Kontakte zu Trainer*in-Stammtischen in Ihrer Region. 


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